UniversitätsChor München

Der UniversitätsChor München blickte 2010 auf eine 60-jährige Geschichte zurück: Gegründet wurde er 1950 von Prof. Wilhelm Gebhardt unter dem Namen „Collegium Musicum Vocale“ mit 45 Sängerinnen und Sängern. 1969 übernahm der Mannheimer Kirchenmusiker Dr. Hans Rudolf Zöbeley (1931-2007) die Leitung. Gemäß seinem Motto: „Studenten brauchen die Musik, um zu sich selbst zu finden“ führte er zahlreiche junge Menschen an die Musik heran. So wuchs der Chor kontinuierlich auf seine heutige Größe von knapp 200 Sängerinnen und Sängern an. Neben den Standardwerken der Oratorienliteratur gehörten auch immer wieder Nischenwerke zum Repertoire des Chores. Als Anerkennung seiner Leistung wurde Zöbeley 1979 zum Universitätsmusikdirektor der Ludwig-Maximilians-Universität München ernannt.
Von 2003 bis 2013 leitete Johannes Kleinjung den UniversitätsChor München. Durch seine Arbeit knüpfte er an die Leistungen seines Vorgängers an, setzte aber besonders im Bereich der zeitgenössischen Musik eigene Schwerpunkte. Die hohe Zahl an Sängerinnen und Sängern, die sich jedes Semester um freie Plätze bewerben, dokumentieren das hohe Niveau des Chores.

Heute widmet sich der UniversitätsChor hauptsächlich den Werken der Romantik und der Moderne. Dabei stehen auch immer wieder seltener aufgeführte Werke, wie Tippets A Child of our Time, Frank Martins In Terra Pax, die Messe in e-Moll von Anton Bruckner oder auch zeitgenössische Chormusik auf dem Programm. In regelmäßigen Abständen werden außerdem anspruchsvolle A-cappella-Programme einstudiert, in denen so bedeutende Werke wie Martins Messe für Doppelchor oder Lux Aeterna von György Ligeti zur Aufführung kommen.
Zu den Konzerthöhepunkten der letzten Jahre gehören Auftritte auf dem Ökumenischen Kirchentag 2010 mit Werken von Tippett und Martin, ein Konzert mit Musik des 21. Jahrhunderts in Zusammenarbeit mit dem Ensemble piano possibile, 2012 eine Aufführung von Orffs Carmina Burana in der Münchner Philharmonie, sowie die Trilogie Herr der Ringe, die der Chor 2008-2011 gemeinsam mit den Münchener Symphonikern im Gasteig unter der Leitung Ludwig Wickis zur Aufführung brachte.
Regelmäßige Konzertreisen (u.a. nach Florenz, Paris, Budapest und Ljubljana) und Gastauftritte mit anderen Orchestern in den großen Münchener Konzertsälen, wie Herkulessaal und Philharmonie, runden die Aktivitäten des Chores ab.

 

Verena Holzheu, Chorleiterin

Verena Holzheu, geb. 1985 in Marktoberdorf, studierte Lehramt für Musik an Gymnasien sowie Chordirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Michael Gläser. 2011 schloss sie ihre Studien mit dem Meisterklassenpodium ab. Durch ihre Assistenzarbeit bei zahlreichen namhaften Chören (u.a. Münchener Bach-Chor, Via Nova Chor, Bayerische und Schwäbische Chorakademie, Münchner Konzertchor) und diverse Projektleitungen (Chordirektion an der Bayerischen Theaterakademie August Everding) sammelte sie wertvolle Erfahrungen, welche durch die Teilnahme an mehreren Meisterkursen (u.a. bei Volker Hempfling, Anders Eby und Hans Christoph Rademann) ergänzt wurden.
Verena Holzheu hat seit 2012 einen Lehrauftrag für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater München inne. Seit dem Wintersemester 2013 ist sie künstlerische Leiterin des UniversitätsChores München.

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